{"id":175,"date":"2022-02-12T12:04:00","date_gmt":"2022-02-12T11:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/soziales-rheinfelden.de\/?p=175"},"modified":"2022-02-12T12:04:00","modified_gmt":"2022-02-12T11:04:00","slug":"fuer-eine-mobilitaetswende-im-landkreis-loerrach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziales-rheinfelden.de\/index.php\/fuer-eine-mobilitaetswende-im-landkreis-loerrach\/","title":{"rendered":"F\u00fcr eine Mobilit\u00e4tswende im Landkreis L\u00f6rrach"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/soziales-loerrach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Flyer_A5_2p_Loerrach_web.pdf\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Aufruf zur Kundgebung am 19.02.2022 um 13:00 Uhr in L\u00f6rrach am alten Marktplatz.<\/a><\/p>\n<p>Mobil zu sein ist f\u00fcr uns Alle eine Notwendigkeit. Menschen m\u00fcssen in die Schule, zur Arbeit und zum Arzt, sie wollen zum Einkaufen zum Sport oder zu anderen Freizeitaktivit\u00e4ten. Kurzum, Mobilit\u00e4t beginnt und endet vor unser aller Haust\u00fcr. Ein zuverl\u00e4ssiges \u00d6PNV Angebot ist f\u00fcr viele, gerade f\u00fcr Alle, die auf den \u00f6ffentliche Verkehr angewiesen sind und ihren Tagesablauf von gro\u00dfer Wichtigkeit.<\/p>\n<p>Viele Menschen in der Stadt und im Landkreis L\u00f6rrach sind mit dem Angebot des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) nicht zufrieden, denn bisher sind wir hier in der Stadt, als auch im Landkreis, von einem gut ausgebauten und zuverl\u00e4ssigen \u00f6ffentlichen Nahverkehrssystems noch weit entfernt.<\/p>\n<p>Es gibt nach wie vor zu wenige Verbindungen, es fehlen passgenaue Anschlussverbindungen und es fehlt eine gut funktionierende Anschlusssicherung.<\/p>\n<p>Das ist die bittere Realit\u00e4t f\u00fcr viele der \u00d6PNV Nutzer:innen in der Region. Und anders als seitens der verantwortlichen Stellen suggeriert wird, hat sich seit der letzten Fahrplan-Umstellung die Situation auch nicht verbessert. Faktisch ist sie eher schlechter geworden. So jedenfalls das Fazit vieler Fahrg\u00e4ste, was auch Stadtr\u00e4te wie uns erreicht.<\/p>\n<p>Als Stadtr\u00e4te unserer Kommunen, L\u00f6rrach und Rheinfelden, sind wir gew\u00e4hlt im Interesse der Menschen zu handeln. Insofern m\u00f6chten wir den Menschen aus Stadt und Landkreis L\u00f6rrach im Rahmen einer Kundgebung in der Kreisstadt L\u00f6rrach am 19. Februar 2022, auf dem Alten Marktplatz Gelegenheit geben, sich gem\u00e4\u00df ihren Erfahrungen mit dem \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln selbst zu Wort zu melden und ihre Lebensrealit\u00e4t und Bedarfe darzustellen.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu anderen St\u00e4dten \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe in Baden-W\u00fcrttemberg und im Vergleich zum Angebot an anderen Orten im Dreiland, beispielsweise knapp \u00fcber der Grenze in Stadt und Kanton Basel, z\u00e4hlen der Landkreis und die Stadt L\u00f6rrach ganz sicher nicht als Pionierregion, sondern sind eher eines der Schlusslichter im Verbund.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend mit der S-Bahn alle im Tal liegenden schienennahen Orte quer durch das Wiesental, von Basel bis Zell, dank der nachbarstaatlich guten Zusammenarbeit, zwischen 5 Uhr in der Fr\u00fch bis Mitternacht unter der Woche, im Takt erfreulicherweise zuverl\u00e4ssig angebunden werden, sind die Anschlussverbindungen in die L\u00f6rracher Hang-und Berglagen im Landkreis, und das gilt auch f\u00fcr die Verbindungen zwischen den Orten, die nicht an die Schiene angebunden sind, bislang wenig attraktiv, da nicht gut angebunden und nach wie vor auch nicht ausreichend nahtlos mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr (S-Bahn) in der Tallage verbunden.<\/p>\n<p>Die Anschlusssicherung in Stadt und Landkreis L\u00f6rrach ist unzuverl\u00e4ssig und unzureichend organisiert. Der Eindruck entsteht, dass verantwortliche Planer:innen bislang den \u00d6PNV selbst kaum nutzen und nicht auf dessen gute Funktion angewiesen sind. Es wird zwar eine ganze Menge sondiert, statistisch erhoben und neuerdings soll auch integriert geplant werden, doch orientieren sich die pr\u00e4sentierten Vorschl\u00e4ge nur wenig am Bedarf und den konkreten Bed\u00fcrfnissen der Nutzer:innen des \u00d6PNV, insbesondere aller, auf den \u00d6PNV angewiesenen Personen.<\/p>\n<p>Die Verbindungen des \u00d6PNV ber\u00fccksichtigen in vielen Teilen nicht die Lebenswirklichkeit der Menschen und werden deswegen teils auch nicht richtig angenommen. \u00dcber das S-Bahn Angebot hinaus, bedeutet \u00d6PNV Nutzung in Stadt und im Landkreis L\u00f6rrach aller Erfahrung darauf Angewiesener nach, fast immer \u201eein Abhetzen, um die Anschlussverbindung zu erreichen. Oder aber, es bedeutet sich die Beine in den Bauch zu stehen, wenn der Anschluss aufgrund zu knapp kalkulierter Umsteigezeiten bereits weg ist und der n\u00e4chste Bus erst wieder eine Stunde sp\u00e4ter f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wir meinen, so wie bisher, kommen wir auf keinen Fall weiter!<\/p>\n<p>Deutschlandweit wurde in den vergangenen Jahren in vielen St\u00e4dten und Landkreisen von morgens Fr\u00fch bis sp\u00e4t Abends ein 30 Minuten Takt eingef\u00fchrt. Warum das in Stadt und Landkreis L\u00f6rrach bislang noch nicht geschehen ist, fragen sich die Menschen zurecht!<\/p>\n<p>\u200b\u200b\u200b\u200b\u200bBeispiele f\u00fcr schlecht abgestimmte Verbindungen und ausged\u00fcnnte Fahrpl\u00e4ne, vor allem in den Abendstunden und am Wochenende, gibt es in L\u00f6rrach und im Landkreis &#8211; mit Ausnahme der von den Schweizer Nachbarn betriebenen S-Bahn \u2014 sehr viele. Das ist weder zeitgem\u00e4\u00df noch in irgendeiner Weise fortschrittlich! Nur mit einem gut ausgebauten \u00d6ffentlichen Nahverkehr als R\u00fcckgrat der Mobilit\u00e4ts- und der Verkehrswende, k\u00f6nnen L\u00f6rrach und die anderen Gemeinden im Landkreis L\u00f6rrach zeigen, dass sie Klimaschutz und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Region ernst nehmen.<\/p>\n<p>Die Mobilit\u00e4tswende ist ein wesentlicher Schl\u00fcssel zur Verkehrs- und Energiewende. Wer unseren Nachfolgegenerationen eine noch halbwegs intakte Erde als Zuhause hinterlassen will, sollte Umwelt- und Klimaschutzziele ernst nehmen und Entwicklung sozial-gerecht gestalten!<\/p>\n<p>Ohne das geht es nicht!<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4tswende bedeutet, M\u00f6glichkeiten zu schaffen ohne eigenes Automobil oder mit sehr viel weniger Automobilnutzung ein ebenso mobiles Leben f\u00fchren und sich wirtschaftlich, kulturell, sozial und politisch beteiligen zu k\u00f6nnen. Wer Vorreiter f\u00fcr die Verkehrs- und Energiewende sein will, sollte sich der Entwicklung hin zu dieser Neuen Mobilit\u00e4t stellen, und alles daf\u00fcr tun ein gut entwickeltes \u00f6ffentliches Personennahverkehrssystem in der Stadt und im Landkreis L\u00f6rrach zu erreichen. Die Bedingungen daf\u00fcr sind im Dreiland aufgrund der Nachbarschaft zu den Kantonen Basel Stadt und Basel Land, in denen die Mobilit\u00e4tswende schon sehr viel fr\u00fcher begonnen und \u00f6ffentlicher Verkehr ausgebaut wurde, hervorragend. Gemeinden und Landkreise im deutschen Teil des Dreilands hinken dieser Entwicklung noch weit hinterher. Es sollte unser Ziel sein, einen ebenso effektiven \u00f6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV), der f\u00fcr alle bezahlbar und leicht nutzbar ist, auch bei uns zu erreichen und nicht weiter ein Schlusslicht in der Region zu bleiben. Wir brauchen einen erheblichen Ausbau des \u00d6PNV im Landkreis L\u00f6rrach und der Region.<\/p>\n<p>Sabine Schumacher, Mitglied Gemeinderat L\u00f6rrach und R\u00fcdiger Lorenz, Mitglied Gemeinderat Rheinfelden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufruf zur Kundgebung am 19.02.2022 um 13:00 Uhr in L\u00f6rrach am alten Marktplatz. Mobil zu sein ist f\u00fcr uns Alle eine Notwendigkeit. Menschen m\u00fcssen in die Schule, zur Arbeit und zum Arzt, sie wollen zum Einkaufen zum Sport oder zu anderen Freizeitaktivit\u00e4ten. Kurzum, Mobilit\u00e4t beginnt und endet vor unser aller Haust\u00fcr. 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